
Ambulance Car Satrasaya
Krankentransportwagen an der Gesundheitsstation – Einsatzradius bis Kathmandu, Pokhara und Chitwan.
- stationiert seit
- 17.02.2018
- bis Kathmandu
- 140 km
- Fahrzeit je Richtung
- 4–6 h
- Antrieb
- 4×4
Der kleine Ort Satrasaya ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Aanbu-1 im Distrikt Tanahu. Seit dem 17. Februar 2018 ist am MedicalCare Center ein Krankentransportwagen stationiert. Er bringt Patienten von der Station zur Weiterbehandlung in die nächstgelegene oder in eine spezialisierte Klinik in Pokhara oder in der Hauptstadt Kathmandu.
Auch für Verlegungstransporte zwischen Krankenhäusern weit über den Einzugsbereich des Zentrums hinaus steht das Fahrzeug zur Verfügung. Der Einsatzradius reicht im Osten bis Kathmandu, im Westen bis Pokhara und im Süden in den Nationalpark Chitwan.
Warum ein Tata und kein europäisches Fahrzeug
Bei der Beschaffung haben wir uns nach Absprache mit den Kollegen in Nepal bewusst für ein Modell aus regionaler Produktion entschieden. Fahrzeuge dieses Herstellers sind in Nepal allgegenwärtig, es gibt ausreichend Servicestationen für Wartung und Reparaturen, und die Fahrer sind mit diesen nicht hochtechnisierten Wagen vertraut.
Auch für die Patienten ist wichtig, dass sie nicht zusätzlich emotional belastet werden, wenn sie in ein für sie unbekanntes Transportmittel geladen werden. Der Wagen hat einen robusten Dieselmotor und wegen der Infrastruktur der Einsatzregion Allradantrieb.
Die Ausstattung ist einfach – bewusst
Entsprechend den behördlichen Vorgaben gibt es eine akustische und optische Signalanlage, eine Sauerstoffflasche mit dem nötigen Equipment und Verbandsmaterial. Von Liegekomfort kann keine Rede sein. Im Patientenraum gibt es eine Sitzbank für Angehörige – sie fahren in der Regel mit, weil sie in der Klinik für die finanzielle Klärung und oft auch für die Versorgung zuständig sind.
Eine Aufwertung der Ausstattung kann nur zusammen mit Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals erfolgen. Ein Gerät bereitzustellen, das niemand kennt, hilft niemandem.
Nachgerüstet wurden ein Radio und ein Tracker, der stündlich eine Positionsmeldung über Satellit sendet. Eine Fahrt nach Kathmandu dauert bei 140 km Entfernung je nach Verkehrslage vier bis sechs Stunden – für einen Einsatz ist unter Umständen ein ganzer Tag zu veranschlagen.
Aus dem Projekt
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